Schneeschleuder entstanden aus....
HORNBY Snowplough (!)
Schneeschleuder von hinten mit originalem No. 1 Special Tender !
Schneepflug entstanden aus Brake Van.
Ein Ausschnitt aus dem HORNBY Programm für die Schweiz.

Hornby Spur 0 für die Schweiz, Made by Meccano Ltd Liverpool

Ein Amerikaner redet von „Lionel“, ein Deutscher meint dazu „Märklin“, ein Schweizer spricht von „BUCO“ und für einen Engländer ist es einfach „HORNBY“. Häufig meinen aber alle das Gleiche, nämlich eine Kindheitserinnerung an eine elektrische Eisenbahn. So sind diverse Markennamen in verschiedenen Ländern (fast) zu Sachbezeichnungen geworden.

Viele dieser Hersteller haben aber natürlich auch, manchmal mehr und manchmal weniger erfolgreich, Fahrzeuge für den Export in andere Länder produziert.

 

Teil 5 SBB Dienstfahrzeuge und Fazit

Juni 03, 2017

 

Die im Bild gezeigte Schneeschleuder wurde in der eigenen Werkstatt hergerichtet. Als Basis diente die von HORNBY über viele Jahre und in diversen (bunten) Ausführungen angebotene Schleuder. Dieses Gerät wurde von HORNBY als „snowplough“ bezeichnet; „snowblower“ oder „rotary snowplough“ wären eher zutreffend gewesen. Zwar drehte sich das Schleuderrad beim schieben, angetrieben von der vorderen Achse, aber der Antrieb des Vorbildes wurde ignoriert.

Wenn auch die installierten Dampfmaschinen von aussen kaum wahrgenommen wurden, waren doch Kamin sowie Tender mit Wasser- und Kohlevorrat unabdingbar.

Den gleichen Fehler machten auch schon Vorgänger wie z.B. Bing und Märklin. Die Schleuderwagen waren alle mit gewöhnlichen Kupplungen ausgerüstet, so dass ein Tender nicht ohne weiteres gekuppelt werden konnte.

Ob HORNBY hier einfach, wegen des Spielwertes, abgekupfert hat?

In vorletzten Bild ist schließlich noch ein Schneepflug dargestellt. Er entsand aus einem Brakevan und ist zusätzlich mit einem Dreilichtspitzensignal ausgestatte. Dieser Schneepflug ist im Gegensatz zur Schleuder ein passives Element und funktioniert ausschliesslich mit der kinetischen Energie des schiebenden Fahrzeuges.

 

Fazit

Betrachtet man das vorgestellte Exportprogramm, ein Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben, so wird bald klar warum diese Artikel nur sehr selten angetroffen werden; HORNBY konnte damit weder bei Händlern noch bei Kunden punkten.

Gute Funktionalität und hohe Qualität reichen nicht aus wenn die Modelle nicht in die Erlebnis- und Erfahrungswelt des Spielenden passen. Diesen Aspekt hat HORNBY (Liverpool) für den Kontinent, mit Ausnahme von Frankreich (HORNBY-France), wohl unterschätzt.

 

Quellen

  • Bernhard Huntigton, ALONG HORNBY LINES, Oxford publishing Co, Oxford, 1976.
  • Peter Randall, THE PRODUCTS OF BINNS ROAD, a generalsurvey, The Hornby Companion Series, New Cavendish Books, London, 1977.
  • Chris and Julie Graebe, THE HORNBY GAUGE 0 SYSTEM, The Hornby Companion Series, Vol. 5, New Cavendish Books, London, 1985.
  • Confédération Suisse, BureauFédéral de la PropriétéeIntelectuelle, Brevet Suisse No. 157 977, 1933. (Frank HORNBY, Liverpool, Grande Bretagne, Attelageautomatiquepourvéhiculessurrails, principalemetpourchemin de ferjouets).

(HUG, 2017)

 

Die Serie "Hornby Spur 0 für die Schweiz, Made bei Meccano Ltd, Liverpool" entstand mit freundlicher Genehmigung des Autors basierend auf der Veröffentlichung:

"Hornby Trains auf dem Kontinent ? Im Fokus Mitropa und SBB + CFF"

von Hansueli Gonzenbach

welche auf dem 31. Tinplate Forum 2017  am 18/19 März 2017 in Schwäbisch Gmünd vorgestellt wurde.

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